So richtig hat niemand mehr geglaubt, dass es dieses Jahr einen Ausflug für die Turnerinnen gibt, denn niemand will etwas organisieren… Aber Heidi Lüthi und Marlies Stöcklin sagten sich „das kann es doch nicht sein!“ und organisierten kurzfristig einen Zusammensein-Tag.

Aber beginnen wir von vorne… Der Zug bringt 17 gutgelaunte Turnerinnen vom Badischen Bahnhof nach Zell im Wiesental. Mit dabei sind Sonne, stahlblauer Himmel und einige Wärmegrade. In Zell steuern wir zuerst ein Café mit Bäckerei an, dort gibt’s Kaffee und Gipfeli (gesponsert von unserer Mitturnerin Jeannette Freiburghaus, die in den Ferien weilt. Herzlichen Dank!).

Gestärkt spazieren wir durch das Dorf und erreichen bald das „Wiesentäler Textilmuseum“. Herzliche Begrüssung, interessante und humorvolle Einführung über die ehemals so bedeutsame Textilindustrie, Rundgang mit Vorführung und technischen Facts der verschiedenen Webstühle, Spinn- und Färbereimaschinen – eine faszinierende Geschichte, die uns den Weg vom Faden bis zum gewebten Stoff zeigt. Weitere Details erfahrt ihr auf www.wiesentaeler-textilmuseum.de

Ein interessantes Museum, sehr zu empfehlen! Mit all den Informationen und Eindrücken im Kopf verlassen wir begeistert das Museum. Ein weiterer kurzer Spaziergang führt uns in den Garten des Restaurant Löwen. Hä? Ja! Mittagessen! Wir dürfen aus fünf verschiedenen Menues auswählen, eines gluschtiger als das andere. Kurz: das Essen (inkl. Suppe und Beerendessert) war ausgezeichnet und wurde aus unserer Kasse bezahlt. Danke Monika Ruckstuhl!

Zum zweiten Mal gestärkt warten wir an der Bushaltestelle auf den „73-er“. Der hat glücklicherweise einige Minuten Verspätung, so dass drei von uns im Laden noch „Klamotten“ probieren und kaufen können. (Der nächste Winter kommt ja irgendwann…). Der Bus kommt auch. Wir fahren über Schönau durch wunderschöne Ecken und Gegenden des Südschwarzwaldes bis zur Talstation der Belchen- Gondelbahn. In 7 Minuten bringt uns die Gondel zur Bergstation auf 1356 m. Sonne, blauer Himmel und 27 Grad, tolle Aus- und Weitsicht, Schafe und Wanderwege, der Panoramaberg macht seinem Namen alle Ehre. Wir laufen einen angenehmen und schönen Rundweg (die einen länger, die anderen kürzer, je nach Knie- und anderen „Bräschten“), erfreuen uns an Blumen, Steinen, Moosen, Pilzen und an der wirklich eindrücklichen Aussicht.

Unsere Organisatorinnen Heidi und Marlies lassen uns wissen, dass wir um 16 Uhr mit der Gondel runterfahren, denn der letzte Bus fährt um 16:30 Uhr, und den sollten wir eigentlich nicht verpassen… Alle sind zur Zeit da, und viele andere Touristen auch. Wir stellen uns geschickt vor und in die Warteschlange, so dass alle im Bus einen Sitzplatz finden. Das war auch gut so, denn wir haben den gleichen unfreundlichen und arroganten Busfahrer wie auf der Hinfahrt. Da die Route über eine andere schöne Strecke führt und der Fahrer nicht gerade zimperlich in die Kurven prescht, sind wir froh, dass keine von uns umgeworfen wird…

Zurück in Zell im Wiesental – ja was wohl? In der Gelateria Da Marinela geniessen wir wohlmundende Glacékreationen, die Sonne strahlt, es ist heiss, eine kühlende Glacé ist da gerade richtig! Auch diese Leckerei wird von der Kasse gesponsert. Irgendwann fährt der Zug nach Basel zurück, alle sind glücklich und zufrieden und gut genährt.

Ein erlebnisreicher Wettertraumtag, es hat allen gefallen, ein grosses Dankeschön an Heidi und Marlies für die Organisation und danke für den Zustupf aus der Kasse.

(Und – es sollte auch im 2020 wieder einen Ausflug geben, wer möchte den organisieren?)

Text und Fotos Terry Fürst