Ausflug der Turnerinnen des TVA nach Appenzell vom 14. September 2024

Früh um 07 Uhr besammeln sich 20 gutgelaunte Turnerinnen am Bahnhof Basel SBB (eine war so aufgeregt, dass sie bereits kurz nach 06 Uhr am Bahnhof war….) Niemand weiss, wo‘s hingeht!

Im Zug wird fein duftender Speck-Gugelhopf und Rosé-Wein serviert. (Falls jetzt jemand fragt wegen Alkohol am frühen Morgen: Irgendwo auf der Welt ist immer 17 Uhr, also Zeit für einen Drink!) Die Turnerinnen erhalten einige Hinweise und Infos zu unserem Ziel, das aber für die meisten noch unklar ist. Nach Zugwechsel in Zürich gibt es weitere Hinweise, weiteres Rätselraten, einige wissen es nun: Appenzell. Wir erhalten ein Bhaltis – einen Sack Appenzeller-Biberli und ein Halstuch mit Edelweiss.

Gut ausgestattet erkundigen wir den Ort Appenzell und schauen uns einige Sehenswürdigkeiten an, die zuvor in den Hinweisen erwähnt wurden (Kirche, der schiefe Tisch, Rathaus, Löwenapotheke, Landsgemeindeplatz usw).

Während einer Führung und einer sehr guten Präsentation in der „Kräuterwelt“ erfahren wir viel über die Herstellung des Alpenbitter, wobei das Geheimnis der Mischung mit 42 Alpenkräutern nicht gelüftet wird. Das ist und bleibt seit 1902 ein Familiengeheimnis. Die Geschichte ist nachzulesen auf https://www.appenzeller.com/ueber-uns/geschichte/. Natürlich gibt es auch eine Degustation und einen Shop, aus dem Sortiment ist doch einiges gekauft worden.

Unser nächstes Treffen ist mit Hannes Inauen, einem urchigen Appenzeller-Jodler. Mit seiner direkten Art und seinen Sprüchen bringt er uns zum Lachen. Er erkennt sofort, wer singen bzw. jodeln könnte, und teilt uns in drei Gruppen ein. In einer guten halben Stunde haben wir es alle gelernt (auch diejenigen, die sagen, sie können nicht singen!) und jodeln oder rugguuselen (der Naturjodel in Appenzell heisst Rugguuseli) um die Wette. Auch Talerschwingen gehört dazu! Gemäss Hannes sind wir eine harmonische und lernfähige Gruppe. Draussen auf dem berühmten Landsgemeindeplatz haben wir unseren Auftritt und präsentieren den erstaunten Touristen rund um uns einen fast perfekten Rugguuseli. Ehrlich: wer von euch Lesern hat schon mal auf dem Landsgemeindeplatz gejodelt? Wir schon. Das dabei aufgenommene Video wird in die Geschichte eingehen……

Nach einer Freizeitpause für einkaufen und Kaffeetrinken steigen wir auf zum Panorama-Hotel Freudenberg, wo uns Appenzell zu Füssen liegt und einen atemberaubenden Blick über den Talkessel und die leicht verschneiten umliegenden Berge bietet. Wir geniessen ein typisch lokales Gericht (Appenzeller Siedwurst mit Chässpätzli, Zwiebelschweisse und Apfelmus). Verdauungsabstieg zum Bahnhof, Zug um 19 Uhr, also war so vorreserviert. Infolge einer Zugsverspätung ab Gossau sind wir halt dann viel später als geplant angekommen. Aber alle haben es noch vor Mitternacht nach Hause geschafft.

Herzlichen Dank an die Organisatorinnen Christine und Marlies für diesen unvergesslichen Tag!

Text und Bilder Terry Fürst